Was ist eine offene Position im Energieportfolio?
Eine offene Position ist der Teil einer erwarteten Liefer-, Absatz- oder Verbrauchsmenge, der noch nicht durch eine entsprechende Beschaffungs- oder Gegenposition gedeckt ist.
Erwartet ein Versorger beispielsweise für einen Lieferzeitraum einen Absatz von 100 GWh und hat davon erst 70 GWh beschafft, besteht – stark vereinfacht – eine offene Position von 30 GWh.
Diese Menge ist zukünftigen Preisentwicklungen ausgesetzt. Sinkende Preise können sich positiv, steigende Preise negativ auf die spätere Beschaffung auswirken.
Die Steuerung solcher offenen Positionen ist deshalb eine der zentralen Aufgaben des Portfoliomanagements.
Fachlich geprüft von Achim Kohberger, Geschäftsführender Gesellschafter · Stand: