Zum Inhalt springen

Fragen und
Antworten zur
Energiewirtschaft

Strom- und Gasmärkte sind komplex, und nicht jeder Begriff erklärt sich von selbst. Hier beantworten wir die häufigsten Fragen rund um Portfoliomanagement, Energiebeschaffung, Bilanzkreise, Prognosen und Regulierung. Jede Antwort beginnt mit einer kurzen Zusammenfassung, darunter finden Sie die Details.

Nutzen Sie die Suche oder springen Sie direkt zu einem Themenbereich. Ihre Frage ist nicht dabei? Sprechen Sie uns gerne an.

Häufig genannte Fragen

Portfoliomanagement

Was ist Portfoliomanagement in der Energiewirtschaft?

Portfoliomanagement in der Energiewirtschaft bezeichnet die Planung, Beschaffung, Steuerung und Überwachung von Strom- und Gasmengen. Ziel ist es, Beschaffung, Absatz und Risiken systematisch aufeinander abzustimmen.

Energieversorger, Stadtwerke und andere Marktteilnehmer müssen zukünftige Absatz- oder Verbrauchsmengen mit bereits beschafften Strom- und Gasmengen in Einklang bringen. Das Portfoliomanagement schafft dafür die notwendige Transparenz.

Dabei werden unter anderem Absatzprognosen, offene und geschlossene Positionen, aktuelle Marktpreise, Beschaffungskosten und Risiken betrachtet. Auf dieser Basis können Beschaffungsentscheidungen getroffen und bestehende Strategien überprüft werden.

Wir bei PortfolioWerkStadt haben uns auf die Analyse und Optimierung von Strom- und Gasportfolios spezialisiert und verbinden Portfoliomanagement mit Bilanzkreismanagement, digitalen Werkzeugen und Consulting.

Mehr dazu: PortfolioWerkStadt

Fachlich geprüft von Achim Kohberger, Geschäftsführender Gesellschafter · Stand:

Welche Aufgaben umfasst das Energie-Portfoliomanagement?

Zum Energie-Portfoliomanagement gehören unter anderem Beschaffungsplanung, Positionsmanagement, Marktbeobachtung, Risikomanagement, Prognosen, Bewertung und Reporting.

Ein professionelles Portfoliomanagement betrachtet das Energieportfolio nicht nur aus Sicht des Einkaufspreises. Es verbindet Mengen, Marktpreise, Absatzentwicklung und Risiken.

Typische Aufgaben sind die Entwicklung einer Beschaffungsstrategie, die Überwachung offener Positionen, die Planung und Durchführung von Beschaffungsvorgängen, die Bewertung bestehender Positionen sowie Szenario- und Sensitivitätsanalysen.

Hinzu kommen Reporting und Controlling. Entscheider erhalten damit einen Überblick darüber, welche Mengen bereits beschafft wurden, welche Positionen noch offen sind und wie sich Marktveränderungen auf das Portfolio auswirken können.

Fachlich geprüft von Achim Kohberger, Geschäftsführender Gesellschafter · Stand:

Welche Vorteile bietet professionelles Portfoliomanagement?

Professionelles Portfoliomanagement erhöht die Transparenz über Mengen, Preise und Risiken und ermöglicht eine systematische Energiebeschaffung anstelle einzelner isolierter Kaufentscheidungen.

Der wesentliche Vorteil besteht darin, Beschaffungsentscheidungen in eine übergeordnete Strategie einzubetten. Dadurch kann beispielsweise festgelegt werden, wann Mengen beschafft werden, welche Risiken akzeptiert werden und welche Positionen abgesichert werden sollen.

Gleichzeitig entsteht Transparenz über Beschaffungsstand, offene Positionen, Marktwert und Absatzentwicklung.

Ein gutes Portfoliomanagement verhindert allerdings nicht automatisch steigende Marktpreise. Seine Aufgabe besteht vielmehr darin, Risiken transparent und steuerbar zu machen und Entscheidungen nachvollziehbar auf Basis einer definierten Strategie zu treffen.

Fachlich geprüft von Achim Kohberger, Geschäftsführender Gesellschafter · Stand:

Was ist ein Stromportfolio?

Ein Stromportfolio bildet die relevanten Beschaffungs-, Erzeugungs- und Absatzpositionen eines Unternehmens im Strommarkt ab.

In einem Stromportfolio werden die erwarteten oder vertraglich vereinbarten Strommengen eines Unternehmens zusammengeführt. Dazu können beispielsweise Beschaffungsverträge, Börsengeschäfte, eigene Erzeugung, PPAs und Absatzmengen gehören.

Durch die Gegenüberstellung lässt sich erkennen, welche Mengen für bestimmte Lieferperioden bereits gedeckt sind und wo noch offene Positionen bestehen.

Das Stromportfolio bildet damit eine zentrale Grundlage für Beschaffungsentscheidungen, Risikomanagement und Controlling.

Fachlich geprüft von Achim Kohberger, Geschäftsführender Gesellschafter · Stand:

Was ist ein Gasportfolio?

Ein Gasportfolio bündelt die Beschaffungs- und Absatzpositionen eines Unternehmens im Gasmarkt und zeigt, welche zukünftigen Mengen bereits gedeckt beziehungsweise noch offen sind.

Ähnlich wie beim Stromportfolio werden im Gasportfolio erwartete Absatzmengen den vorhandenen Beschaffungspositionen gegenübergestellt.

Eine Besonderheit im Gasbereich ist häufig die starke Temperaturabhängigkeit des Verbrauchs. Insbesondere bei Haushalts- und Gewerbekunden kann sich der tatsächliche Gasabsatz deshalb deutlich mit der Witterung verändern.

Prognosen und eine laufende Überwachung des Portfolios spielen daher eine wichtige Rolle.

Fachlich geprüft von Achim Kohberger, Geschäftsführender Gesellschafter · Stand:

Was ist eine offene Position im Energieportfolio?

Eine offene Position ist der Teil einer erwarteten Liefer-, Absatz- oder Verbrauchsmenge, der noch nicht durch eine entsprechende Beschaffungs- oder Gegenposition gedeckt ist.

Erwartet ein Versorger beispielsweise für einen Lieferzeitraum einen Absatz von 100 GWh und hat davon erst 70 GWh beschafft, besteht – stark vereinfacht – eine offene Position von 30 GWh.

Diese Menge ist zukünftigen Preisentwicklungen ausgesetzt. Sinkende Preise können sich positiv, steigende Preise negativ auf die spätere Beschaffung auswirken.

Die Steuerung solcher offenen Positionen ist deshalb eine der zentralen Aufgaben des Portfoliomanagements.

Fachlich geprüft von Achim Kohberger, Geschäftsführender Gesellschafter · Stand:

Was bedeutet Mark-to-Market im Energiehandel?

Mark-to-Market (MtM) bezeichnet die Bewertung bestehender Energiepositionen anhand aktueller Marktpreise.

Beim Mark-to-Market wird betrachtet, welchen Wert eine bestehende Position zu den gegenwärtig beobachtbaren Marktpreisen hat.

Dadurch kann beispielsweise sichtbar werden, wie sich ein bereits abgeschlossenes Beschaffungsgeschäft gegenüber dem heutigen Marktpreis entwickelt hat.

Mark-to-Market-Bewertungen schaffen Transparenz über Wertveränderungen eines Portfolios und sind ein wichtiges Instrument im Risiko- und Portfoliomanagement. Unser Tool CITYmanager weist unter anderem M2M-, P&L- und VaR-Kennzahlen aus.

Mehr dazu: Unsere Tools (CITYgate)

Fachlich geprüft von Achim Kohberger, Geschäftsführender Gesellschafter · Stand:

Welche Risiken gibt es im Energieportfolio?

Zu den wesentlichen Risiken eines Energieportfolios zählen Marktpreis-, Mengen-, Prognose-, Liquiditäts-, Gegenpartei- und operative Risiken.

Marktpreisrisiken entstehen durch schwankende Strom- und Gaspreise. Mengen- und Prognoserisiken entstehen, wenn tatsächlicher Absatz oder Erzeugung von den erwarteten Mengen abweichen.

Daneben können beispielsweise Liquiditätsrisiken, Ausfallrisiken von Handelspartnern sowie operative Risiken in Prozessen oder IT-Systemen relevant sein.

Welche Risiken besonders wichtig sind, hängt vom Geschäftsmodell, der Portfoliostruktur und der jeweiligen Risikostrategie ab.

Fachlich geprüft von Achim Kohberger, Geschäftsführender Gesellschafter · Stand:

Energiebeschaffung

Was ist eine Energiebeschaffungsstrategie?

Eine Energiebeschaffungsstrategie definiert, wann, in welchen Mengen und nach welchen Regeln zukünftiger Strom- oder Gasbedarf beschafft werden soll.

Die Strategie schafft einen verbindlichen Rahmen für Beschaffungsentscheidungen. Sie kann beispielsweise Zeitfenster, Tranchen, Produkte, Märkte, Preisgrenzen und Risikolimits definieren.

Dadurch wird verhindert, dass Beschaffungsentscheidungen ausschließlich spontan aufgrund kurzfristiger Markteinschätzungen getroffen werden.

Eine geeignete Strategie sollte zur Absatzstruktur, Risikobereitschaft, Liquidität und zum Geschäftsmodell des Unternehmens passen.

Fachlich geprüft von Achim Kohberger, Geschäftsführender Gesellschafter · Stand:

Was bedeutet strukturierte Energiebeschaffung?

Bei der strukturierten Energiebeschaffung wird der erwartete Strom- oder Gasbedarf über mehrere Zeitpunkte und gegebenenfalls unterschiedliche Produkte beschafft.

Statt den gesamten zukünftigen Energiebedarf zu einem einzigen Zeitpunkt zu fixieren, wird die Beschaffung strukturiert aufgebaut.

Mengen können beispielsweise über Jahre, Quartale oder Monate verteilt beschafft und später weiter verfeinert werden.

Dadurch wird die Abhängigkeit von einem einzelnen Beschaffungszeitpunkt reduziert. Gleichzeitig steigen jedoch die Anforderungen an Portfoliomanagement, Prozesse und Risikocontrolling.

Fachlich geprüft von Achim Kohberger, Geschäftsführender Gesellschafter · Stand:

Was ist eine Tranchenbeschaffung?

Bei einer Tranchenbeschaffung wird der Energiebedarf in mehrere Teilmengen aufgeteilt, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten oder nach definierten Regeln beschafft werden.

Die einzelnen Tranchen können beispielsweise kalenderbasiert oder bei Erreichen bestimmter Preis- oder Marktsignale ausgelöst werden.

Ziel ist nicht zwingend, den niedrigsten möglichen Marktpreis zu treffen. Vielmehr wird das Timing-Risiko auf mehrere Entscheidungen verteilt.

Tranchenmodelle lassen sich dabei unterschiedlich ausgestalten und an die Risikostrategie des Unternehmens anpassen.

Fachlich geprüft von Achim Kohberger, Geschäftsführender Gesellschafter · Stand:

Wie funktioniert die Strombeschaffung für Stadtwerke?

Stadtwerke beschaffen Strom entsprechend ihrem erwarteten Absatz über verschiedene Märkte, Produkte und Zeiträume und gleichen die Beschaffungspositionen laufend mit Absatzprognosen ab.

Ausgangspunkt ist eine Prognose des zukünftigen Stromabsatzes. Auf dieser Grundlage kann eine Beschaffungsstrategie festgelegt werden.

Teile des erwarteten Bedarfs können langfristiger abgesichert werden, während andere Mengen später oder kurzfristig beschafft werden. Veränderungen im Kundenportfolio und Prognoseabweichungen müssen dabei laufend berücksichtigt werden.

Portfoliomanagement und Bilanzkreismanagement greifen deshalb eng ineinander.

Fachlich geprüft von Achim Kohberger, Geschäftsführender Gesellschafter · Stand:

Wie funktioniert die Gasbeschaffung für Stadtwerke?

Bei der Gasbeschaffung werden erwartete Absatzmengen mit geeigneten Beschaffungsprodukten und Zeitpunkten kombiniert; besonders relevant ist dabei die Temperaturabhängigkeit vieler Gasverbräuche.

Stadtwerke prognostizieren zunächst ihren zukünftigen Gasabsatz und entwickeln daraus eine Beschaffungsstrategie.

Ein Teil der Mengen kann längerfristig beschafft werden. Abweichungen aufgrund von Wetter, Kundenverhalten oder Portfolioveränderungen werden im Zeitverlauf berücksichtigt.

Gerade bei temperaturabhängigen Verbrauchern sind laufend aktualisierte Prognosen deshalb von hoher Bedeutung.

Fachlich geprüft von Achim Kohberger, Geschäftsführender Gesellschafter · Stand:

Was ist der Unterschied zwischen Vollversorgung und strukturierter Beschaffung?

Bei einer Vollversorgung übernimmt ein Lieferant typischerweise weitreichende Mengen- und Strukturierungsaufgaben; bei strukturierter Beschaffung steuert das Unternehmen größere Teile der Beschaffung und der damit verbundenen Risiken selbst.

Eine Vollversorgung kann operative Prozesse vereinfachen, da viele Mengen- und Strukturierungsrisiken in den Liefervertrag integriert werden können. Diese Leistungen werden entsprechend eingepreist.

Bei einer strukturierten Beschaffung werden einzelne Mengen beziehungsweise Produkte separat beschafft. Dadurch entsteht mehr Transparenz und Gestaltungsspielraum, gleichzeitig steigen aber Anforderungen an Prozesse, Systeme und Know-how.

Welche Variante geeigneter ist, hängt vom jeweiligen Unternehmen ab.

Fachlich geprüft von Achim Kohberger, Geschäftsführender Gesellschafter · Stand:

Was bedeutet Hedging in der Energiewirtschaft?

Hedging bezeichnet die gezielte Absicherung von Preis- oder Mengenrisiken durch geeignete Gegenpositionen oder Beschaffungsgeschäfte.

Ein Energieversorger kann beispielsweise einen Teil seines erwarteten zukünftigen Bedarfs bereits heute zu einem vereinbarten Preis beschaffen.

Dadurch wird das Preisrisiko für diesen Teil des Portfolios reduziert. Gleichzeitig kann das Unternehmen nicht mehr vollständig von später sinkenden Preisen profitieren.

Hedging ist daher keine Methode zur sicheren Erzielung des niedrigsten Preises, sondern ein Instrument des Risikomanagements.

Fachlich geprüft von Achim Kohberger, Geschäftsführender Gesellschafter · Stand:

Wie lassen sich Preisrisiken bei der Energiebeschaffung reduzieren?

Preisrisiken lassen sich unter anderem durch zeitliche Diversifikation, Tranchenbeschaffung, Hedging, Limits und eine klar definierte Beschaffungsstrategie steuern.

Eine Möglichkeit besteht darin, Beschaffungen über unterschiedliche Zeitpunkte zu verteilen, statt die gesamte Menge an einem einzelnen Tag zu fixieren.

Zusätzlich können Unternehmen Risikolimits, Preisgrenzen und Hedgingregeln definieren.

Entscheidend ist, dass diese Instrumente nicht isoliert eingesetzt werden, sondern Bestandteil einer zur Absatz- und Risikostruktur passenden Strategie sind.

Fachlich geprüft von Achim Kohberger, Geschäftsführender Gesellschafter · Stand:

Terminmarkt und Spotmarkt

Was ist der Terminmarkt für Strom und Gas?

Am Terminmarkt werden Strom und Gas für zukünftige Lieferzeiträume gehandelt.

Marktteilnehmer können Preise für zukünftige Lieferperioden bereits heute vereinbaren. Die Lieferzeiträume können beispielsweise Monate, Quartale oder Jahre umfassen.

Der Terminmarkt ist deshalb ein wesentliches Instrument zur langfristigeren Beschaffung und Preisabsicherung.

Fachlich geprüft von Achim Kohberger, Geschäftsführender Gesellschafter · Stand:

Was ist der Spotmarkt?

Der Spotmarkt ist der kurzfristige Markt für Strom beziehungsweise Gas und dient dem Handel mit zeitnaher Lieferung.

Im Strommarkt gehören insbesondere Day-Ahead- und Intraday-Handel zum kurzfristigen Handel.

Für Energieversorger ist der Spotmarkt unter anderem relevant, um kurzfristige Mengenabweichungen zwischen Prognose und tatsächlichem Bedarf auszugleichen.

Die Glattstellung von Differenzmengen am Spotmarkt ist fester Bestandteil unseres Bilanzkreismanagements.

Mehr dazu: Bilanzkreismanagement

Fachlich geprüft von Achim Kohberger, Geschäftsführender Gesellschafter · Stand:

Was ist der Unterschied zwischen Spotmarkt und Terminmarkt?

Der Terminmarkt dient primär dem Handel zukünftiger Lieferperioden, während der Spotmarkt kurzfristige Energiemengen für eine zeitnahe Lieferung handelt.

Der Terminmarkt ermöglicht eine frühzeitige Preisabsicherung. Der Spotmarkt reagiert dagegen unmittelbar auf die aktuelle Angebots- und Nachfragesituation.

In einer Beschaffungsstrategie können beide Märkte zusammenspielen: längerfristige Mengen werden beispielsweise am Terminmarkt abgesichert, während verbleibende Differenzen kurzfristiger ausgeglichen werden.

Fachlich geprüft von Achim Kohberger, Geschäftsführender Gesellschafter · Stand:

Was ist der Day-Ahead-Markt?

Am Day-Ahead-Markt wird Strom grundsätzlich am Vortag für die Lieferung am folgenden Tag gehandelt.

Marktteilnehmer geben Gebote für die entsprechenden Lieferperioden des Folgetags ab. Daraus entstehen Marktpreise für die einzelnen Lieferintervalle.

Der Day-Ahead-Markt ist eine zentrale Referenz für den kurzfristigen Stromhandel und spielt auch bei der Bepreisung dynamischer Stromtarife eine wichtige Rolle.

Fachlich geprüft von Achim Kohberger, Geschäftsführender Gesellschafter · Stand:

Was ist der Intraday-Markt?

Der Intraday-Markt ermöglicht den kurzfristigen Stromhandel nach dem Day-Ahead-Handel und dient unter anderem dazu, veränderte Prognosen näher am Lieferzeitpunkt auszugleichen.

Zwischen Day-Ahead-Planung und tatsächlicher Lieferung können neue Informationen auftreten – beispielsweise veränderte Verbrauchs-, Wind- oder Solarprognosen.

Über den Intraday-Handel können Marktteilnehmer ihre Positionen daraufhin anpassen.

Damit spielt der Intraday-Markt eine wichtige Rolle bei der kurzfristigen Optimierung von Stromportfolios.

Fachlich geprüft von Achim Kohberger, Geschäftsführender Gesellschafter · Stand:

Was bedeuten Base und Peak im Stromhandel?

Base bezeichnet eine gleichmäßige Stromlieferung über alle Stunden eines definierten Zeitraums; Peak bezeichnet eine Lieferung innerhalb festgelegter Spitzenlastzeiten.

Base-Produkte bilden eine konstante Leistung über den gesamten Lieferzeitraum ab.

Peak-Produkte beziehen sich dagegen auf definierte Tages- beziehungsweise Werktagszeiträume, in denen die Nachfrage typischerweise höher ist.

Die genaue Produktspezifikation ist jeweils am konkreten Handelsplatz beziehungsweise Vertrag zu prüfen.

Fachlich geprüft von Achim Kohberger, Geschäftsführender Gesellschafter · Stand:

Was sind Futures und Forwards im Energiehandel?

Futures und Forwards sind Termingeschäfte, mit denen heute Konditionen für zukünftige Liefer- oder Abrechnungsperioden vereinbart werden.

Futures sind typischerweise standardisierte, börsengehandelte Terminkontrakte. Forwards werden dagegen häufig bilateral beziehungsweise außerbörslich vereinbart.

Beide Instrumente können zur langfristigeren Beschaffung und zur Absicherung von Preisrisiken eingesetzt werden.

Die konkrete Abwicklung und das Risikoprofil unterscheiden sich jedoch.

Fachlich geprüft von Achim Kohberger, Geschäftsführender Gesellschafter · Stand:

Wie entstehen Strompreise am Großhandelsmarkt?

Großhandelsstrompreise entstehen aus dem Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage und werden unter anderem durch Brennstoff- und CO₂-Preise, Erzeugungsverfügbarkeit, Wetter, Verbrauch und Netz- beziehungsweise Marktsituation beeinflusst.

Im kurzfristigen Strommarkt treffen Gebote verschiedener Erzeuger und Nachfrager aufeinander. Welche Anlagen benötigt werden, um die Nachfrage zu decken, beeinflusst den Marktpreis.

Wind- und Solarproduktion, Kraftwerksverfügbarkeit, Verbrauch, Gas- und CO₂-Preise sowie grenzüberschreitende Handelsmöglichkeiten können deshalb erhebliche Auswirkungen haben.

Die Strompreisbildung ist entsprechend dynamisch.

Fachlich geprüft von Achim Kohberger, Geschäftsführender Gesellschafter · Stand:

Bilanzkreismanagement

Was ist ein Bilanzkreis?

Ein Bilanzkreis ist ein virtuelles Energiemengenkonto, in dem Einspeisungen und Entnahmen bilanziell zusammengeführt werden.

Bilanzkreise ermöglichen die Zuordnung von Energiemengen zu Marktteilnehmern.

Ziel ist, die bilanziellen Einspeisungen und Entnahmen möglichst ausgeglichen zu halten. Differenzen müssen im Energiesystem ausgeglichen und anschließend entsprechend den geltenden Regeln abgerechnet werden.

Fachlich geprüft von Achim Kohberger, Geschäftsführender Gesellschafter · Stand:

Was ist Bilanzkreismanagement?

Bilanzkreismanagement umfasst die Prognose, Planung, Meldung, Überwachung und den Ausgleich der Energiemengen eines Bilanzkreises.

Zum Bilanzkreismanagement gehören je nach Marktrolle unter anderem Verbrauchs- und Erzeugungsprognosen, Nominierungs- und Fahrplanmanagement, Marktkommunikation, Spotmarktausgleich und Bilanzierung.

Wir bei PortfolioWerkStadt eröffnen für unsere Kunden eigene Bilanzkreise und übernehmen die vollständige Bewirtschaftung – einschließlich Prognosen, Spotmarktausgleich, Nominierung und Marktkommunikation.

Mehr dazu: Bilanzkreismanagement

Fachlich geprüft von Achim Kohberger, Geschäftsführender Gesellschafter · Stand:

Was macht ein Bilanzkreisverantwortlicher (BKV)?

Der Bilanzkreisverantwortliche trägt die Verantwortung für die ordnungsgemäße Bewirtschaftung seines Bilanzkreises und die Einhaltung der dafür geltenden Marktprozesse.

Der BKV koordiniert die seinem Bilanzkreis zugeordneten Energiemengen und übernimmt die dafür erforderlichen Meldungs- und Kommunikationsprozesse.

Dazu gehören je nach Markt und Bilanzkreis unter anderem Fahrpläne beziehungsweise Nominierungen, Datenkommunikation und die Überwachung der Bilanz.

Fachlich geprüft von Achim Kohberger, Geschäftsführender Gesellschafter · Stand:

Warum benötigen Energieversorger Bilanzkreise?

Bilanzkreise ermöglichen Energieversorgern, ihre Beschaffungs-, Einspeise- und Absatzmengen energiewirtschaftlich zuzuordnen und abzurechnen.

Ein Versorger beschafft Energie und liefert sie an Kunden. Diese Mengen müssen im Energiesystem bilanziell zusammengeführt werden.

Der Bilanzkreis bildet dafür die organisatorische Einheit. Über ihn können geplante und tatsächliche Mengen gegenübergestellt und Abweichungen abgerechnet werden.

Fachlich geprüft von Achim Kohberger, Geschäftsführender Gesellschafter · Stand:

Kann ein Stadtwerk sein Bilanzkreismanagement auslagern?

Ja. Stadtwerke können operative Aufgaben des Bilanzkreismanagements an spezialisierte Dienstleister übertragen.

Eine Auslagerung kann beispielsweise Prognosen, Fahrplanmanagement, Nominierungen, Marktkommunikation, Spotmarktausgleich und Bilanzierungsprozesse umfassen.

Das Stadtwerk muss dadurch nicht sämtliche Systeme, Prozesse und Spezialressourcen selbst aufbauen und dauerhaft vorhalten.

Welche Aufgaben und Verantwortlichkeiten ausgelagert werden, sollte vertraglich und prozessual eindeutig definiert sein. Wir bieten ein vollständiges Bilanzkreismanagement an und eröffnen für unsere Kunden auch eigene Bilanzkreise.

Mehr dazu: Bilanzkreismanagement

Fachlich geprüft von Achim Kohberger, Geschäftsführender Gesellschafter · Stand:

Welche Aufgaben kann ein Bilanzkreismanager übernehmen?

Ein Bilanzkreismanager kann unter anderem Prognosen, Fahrpläne, Nominierungen, Spotmarktausgleich, Marktkommunikation, Datenprüfung und Bilanzierung übernehmen.

Der genaue Leistungsumfang hängt vom Dienstleister und dem Kundenmodell ab.

Unser Bilanzkreismanagement umfasst beispielsweise kurz- und mittelfristige Prognosen, langfristige Portfolio-Prognosen, Differenzmengenermittlung, Spotmarktausgleich, Nominierungs- und Fahrplanmanagement, Marktkommunikation und MaBiS-Datenprüfungen.

Mehr dazu: Bilanzkreismanagement

Fachlich geprüft von Achim Kohberger, Geschäftsführender Gesellschafter · Stand:

Was kostet Bilanzkreismanagement?

Die Kosten für Bilanzkreismanagement hängen vom Leistungsumfang, den Energiemengen, der Anzahl der Bilanzkreise, der Daten- und Prozesskomplexität sowie den vereinbarten Serviceanforderungen ab.

Eine pauschale Preisangabe ist deshalb meist nicht sinnvoll.

Ein einfaches Modell mit wenigen Prozessen hat andere Anforderungen als ein Portfolio mit Strom und Gas, zahlreichen Zählpunkten, Erzeugungsanlagen, mehreren Regelzonen und umfangreicher Marktkommunikation.

Für einen belastbaren Vergleich sollten deshalb nicht nur die Dienstleistungsgebühren betrachtet werden, sondern auch Leistungsumfang, Systemkosten, interne Ressourcen und verbleibende Risiken.

Fachlich geprüft von Achim Kohberger, Geschäftsführender Gesellschafter · Stand:

Wie funktioniert ein 24/7-Bilanzkreismanagement?

Ein 24/7-Bilanzkreismanagement stellt sicher, dass zeitkritische energiewirtschaftliche Prozesse und relevante Abweichungen auch außerhalb klassischer Bürozeiten bearbeitet werden können.

Energiemärkte und Bilanzkreise enden nicht mit dem Büroschluss. Prognosen können sich verändern, Handels- und Fahrplanprozesse können zeitkritisch sein und kurzfristige Reaktionen erforderlich machen.

Daher werden Prozesse, Zuständigkeiten und Rufbereitschaften so organisiert, dass definierte Aufgaben auch außerhalb regulärer Bürozeiten bearbeitet werden können.

Unser Bilanzkreismanagement ist auf den 24/7-Betrieb ausgelegt – inklusive Rufbereitschaft außerhalb der regulären Bürozeiten.

Mehr dazu: PortfolioWerkStadt

Fachlich geprüft von Achim Kohberger, Geschäftsführender Gesellschafter · Stand:

Ausgleichsenergie & Bilanzierung

Was ist Ausgleichsenergie?

Ausgleichsenergie ist die Energiemenge, die bilanziell entsteht, wenn die tatsächlichen Ein- und Ausspeisungen eines Bilanzkreises nicht übereinstimmen.

Prognosen und tatsächliche Energiemengen stimmen in der Praxis nicht immer exakt überein.

Die daraus resultierenden Bilanzkreisabweichungen werden im jeweiligen Bilanzierungssystem berücksichtigt und finanziell abgerechnet.

Die Bundesnetzagentur beschreibt Bilanzierung im Gasbereich als Sicherstellung des Gleichgewichts zwischen Ein- und Ausspeisungen und verweist auf die Abrechnung der aus Abweichungen entstehenden Ausgleichsenergie.

Quelle: Bundesnetzagentur

Fachlich geprüft von Achim Kohberger, Geschäftsführender Gesellschafter · Stand:

Wann entstehen Ausgleichsenergiekosten?

Ausgleichsenergiekosten entstehen, wenn ein Bilanzkreis Abweichungen zwischen bilanzierten beziehungsweise geplanten und tatsächlich zugeordneten Energiemengen aufweist und diese nach dem geltenden System bewertet werden.

Ursachen können beispielsweise unerwartete Verbrauchsänderungen, Prognosefehler oder Veränderungen bei der Erzeugung sein.

Wie die Abweichung finanziell bewertet wird, richtet sich nach den jeweils geltenden Markt- und Bilanzierungsregeln.

Fachlich geprüft von Achim Kohberger, Geschäftsführender Gesellschafter · Stand:

Wie lassen sich Ausgleichsenergiekosten reduzieren?

Ausgleichsenergierisiken lassen sich insbesondere durch bessere Prognosen, aktuelle Daten, laufende Überwachung und rechtzeitigen kurzfristigen Mengenausgleich steuern.

Je früher relevante Abweichungen erkannt werden, desto größer ist grundsätzlich die Möglichkeit, darauf zu reagieren.

Dazu gehören regelmäßig aktualisierte Verbrauchs- und Erzeugungsprognosen sowie der Vergleich mit aktuellen Mess- und Portfoliodaten.

Im Rahmen unserer Prognosedienste ermitteln wir Differenzmengen und gleichen diese am Spotmarkt aus.

Mehr dazu: Bilanzkreismanagement

Fachlich geprüft von Achim Kohberger, Geschäftsführender Gesellschafter · Stand:

Was ist ein Bilanzkreisungleichgewicht?

Ein Bilanzkreisungleichgewicht liegt vor, wenn sich die bilanziellen Ein- und Ausspeisungen innerhalb des relevanten Abrechnungszeitraums nicht ausgleichen.

Ein solches Ungleichgewicht kann beispielsweise durch eine Abweichung zwischen prognostiziertem und tatsächlichem Verbrauch entstehen.

Auch unerwartete Erzeugungsänderungen können eine Rolle spielen.

Die Differenz wird nach den jeweils geltenden Bilanzierungsregeln behandelt und abgerechnet.

Fachlich geprüft von Achim Kohberger, Geschäftsführender Gesellschafter · Stand:

Was ist die Bilanzkreisabrechnung?

Die Bilanzkreisabrechnung ermittelt und bewertet die einem Bilanzkreis zugeordneten Energiemengen und die daraus resultierenden Abweichungen.

Dafür werden relevante Zeitreihen und Energiemengen zwischen den beteiligten Marktpartnern ausgetauscht und geprüft.

Im Strombereich sind die entsprechenden Marktprozesse insbesondere durch MaBiS geprägt. Die aktuell gültige MaBiS-Fassung gilt laut Bundesnetzagentur seit dem 6. Juni 2025.

Quelle: Bundesnetzagentur

Fachlich geprüft von Achim Kohberger, Geschäftsführender Gesellschafter · Stand:

Was bedeutet MaBiS?

MaBiS steht für „Marktregeln für die Durchführung der Bilanzkreisabrechnung Strom“ und regelt zentrale Prozesse der Bilanzkreisabrechnung im deutschen Strommarkt.

MaBiS definiert Prozesse und Datenaustausch zwischen den beteiligten Marktrollen.

Für Bilanzkreisverantwortliche und andere Marktpartner entstehen daraus konkrete Anforderungen an Datenbereitstellung, Prüfung und Kommunikation.

Im Rahmen unseres Bilanzkreismanagements übernehmen wir unter anderem den Datenaustausch und die MaBiS-Datenprüfungen.

Quelle: Bundesnetzagentur

Fachlich geprüft von Achim Kohberger, Geschäftsführender Gesellschafter · Stand:

Was bedeutet GaBi Gas?

GaBi Gas bezeichnet die regulatorischen Vorgaben zur Bilanzierung im deutschen Gasmarkt.

Die Regelungen betreffen unter anderem die Bilanzierung von Ein- und Ausspeisemengen und die Behandlung von Bilanzkreisabweichungen.

Der regulatorische Rahmen entwickelt sich weiter: Die Bundesnetzagentur veröffentlichte im September 2025 den Beschluss zu „GaBi Gas 2.1“. Deshalb sollten fachliche Inhalte zu GaBi Gas regelmäßig auf Aktualität überprüft werden.

Quelle: Bundesnetzagentur

Fachlich geprüft von Achim Kohberger, Geschäftsführender Gesellschafter · Stand:

Wie werden Bilanzkreise für Strom und Gas abgerechnet?

Strom- und Gasbilanzkreise werden anhand der jeweils geltenden Marktregeln auf Basis der zugeordneten Ein- und Ausspeisemengen sowie daraus entstehender Abweichungen abgerechnet.

Die konkreten Prozesse unterscheiden sich zwischen Strom und Gas.

Im Strommarkt bilden die MaBiS-Regeln einen wesentlichen Rahmen für die Bilanzkreisabrechnung. Im Gasmarkt gelten die entsprechenden Gasbilanzierungsregeln.

Für beide Bereiche sind korrekte Zeitreihen, Marktkommunikation und Datenprüfungen wesentlich.

Quelle: Bundesnetzagentur

Fachlich geprüft von Achim Kohberger, Geschäftsführender Gesellschafter · Stand:

Prognosen & Lastgänge

Was ist eine Energieprognose?

Eine Energieprognose schätzt zukünftigen Energieverbrauch oder zukünftige Energieerzeugung für definierte Zeiträume.

Prognosen sind eine wichtige Grundlage für Beschaffung und Bilanzkreismanagement.

Dabei können historische Messwerte, Kalenderdaten, Wetterinformationen, Kundenveränderungen und weitere Einflussgrößen berücksichtigt werden.

Je nach Anwendungsfall werden kurz-, mittel- oder langfristige Prognosen erstellt.

Fachlich geprüft von Achim Kohberger, Geschäftsführender Gesellschafter · Stand:

Was ist eine Lastgangprognose?

Eine Lastgangprognose prognostiziert nicht nur eine Gesamtenergiemenge, sondern deren zeitlichen Verlauf.

Für die Energiebeschaffung ist relevant, wann Energie benötigt wird.

Eine Lastgangprognose verteilt deshalb den erwarteten Verbrauch beziehungsweise die Erzeugung auf die relevanten Zeitintervalle.

Dadurch können Beschaffung, Fahrpläne und kurzfristige Portfolioanpassungen präziser geplant werden.

Fachlich geprüft von Achim Kohberger, Geschäftsführender Gesellschafter · Stand:

Was ist ein Lastgang?

Ein Lastgang zeigt den zeitlichen Verlauf von Energieverbrauch oder Energieerzeugung.

Aus einem Lastgang lässt sich erkennen, zu welchen Zeiten besonders viel oder wenig Energie verbraucht beziehungsweise erzeugt wird.

Historische Lastgänge können typische Tages-, Wochen- oder Saisonmuster sichtbar machen.

Sie bilden deshalb eine wichtige Datengrundlage für Prognosen, Pricing und Beschaffungsplanung.

Fachlich geprüft von Achim Kohberger, Geschäftsführender Gesellschafter · Stand:

Wie wird der Stromverbrauch prognostiziert?

Stromverbrauchsprognosen kombinieren typischerweise historische Verbrauchsdaten mit Kalender-, Wetter-, Kunden- und weiteren relevanten Einflussgrößen.

Welche Faktoren besonders wichtig sind, hängt vom jeweiligen Portfolio ab.

Bei Haushaltskunden können beispielsweise Temperatur, Wochentag und Feiertage relevant sein. Bei Gewerbe- und Industriekunden können Produktionszeiten oder individuelle Verbrauchsmuster stärker ins Gewicht fallen.

Prognosemodelle sollten regelmäßig mit den tatsächlichen Messwerten verglichen und angepasst werden.

Fachlich geprüft von Achim Kohberger, Geschäftsführender Gesellschafter · Stand:

Wie wird der Gasverbrauch prognostiziert?

Gasverbrauchsprognosen basieren häufig stark auf Temperatur- und Wetterdaten sowie historischen Verbrauchsmustern.

Vor allem bei Heizgas ist die Außentemperatur ein wesentlicher Einflussfaktor.

Zusätzlich können Kalendereffekte, Kundenzusammensetzung, historische Lastgänge und strukturelle Veränderungen berücksichtigt werden.

Wir rollen unter anderem Prognoselastgänge für unterschiedliche Temperaturstationen aus und ermitteln temperaturabhängige Parameter.

Mehr dazu: Bilanzkreismanagement

Fachlich geprüft von Achim Kohberger, Geschäftsführender Gesellschafter · Stand:

Welche Rolle spielt das Wetter bei Energieprognosen?

Wetterdaten beeinflussen insbesondere Heiz- und Kühlbedarf sowie die Erzeugung aus Wind- und Solarenergie und sind daher eine wichtige Eingangsgröße vieler Energieprognosen.

Temperaturänderungen können den Strom- und insbesondere den Gasverbrauch deutlich verändern.

Gleichzeitig hängt die Einspeisung erneuerbarer Energien stark von Wind und Sonneneinstrahlung ab.

Deshalb können Wetterprognosen sowohl auf der Verbrauchs- als auch auf der Erzeugungsseite relevant sein.

Fachlich geprüft von Achim Kohberger, Geschäftsführender Gesellschafter · Stand:

Wie wird die Prognosegüte gemessen?

Die Prognosegüte wird durch den Vergleich prognostizierter mit tatsächlich eingetretener Mengen anhand geeigneter statistischer Kennzahlen bewertet.

Welche Kennzahl sinnvoll ist, hängt vom Anwendungsfall ab. Betrachtet werden können beispielsweise absolute oder relative Abweichungen über bestimmte Zeiträume.

Wichtig ist insbesondere die kontinuierliche Analyse der Fehler: Gibt es systematische Über- oder Unterschätzungen? Treten Fehler zu bestimmten Tageszeiten oder Wetterlagen auf?

Zu unserer Dienstleistung gehören regelmäßige Reports über Planmengen und Prognosegüte sowie die kontinuierliche Optimierung der Prognosen.

Mehr dazu: Bilanzkreismanagement

Fachlich geprüft von Achim Kohberger, Geschäftsführender Gesellschafter · Stand:

Welche Auswirkungen haben Prognosefehler?

Prognosefehler können zu offenen Mengenpositionen, zusätzlichen Handelsaktivitäten und Bilanzkreisabweichungen führen.

Wird mehr Energie verbraucht als prognostiziert, muss die fehlende Menge anderweitig gedeckt werden. Bei geringerem Verbrauch entsteht entsprechend eine überschüssige Position.

Die wirtschaftliche Auswirkung hängt unter anderem von Marktpreisen, Zeitpunkt, Größe und Richtung der Abweichung ab.

Fachlich geprüft von Achim Kohberger, Geschäftsführender Gesellschafter · Stand:

SLP, RLM & Energiedaten

Was bedeutet SLP?

SLP steht für Standardlastprofil und dient dazu, den zeitlichen Verbrauch bestimmter Kundengruppen anhand standardisierter Profile abzubilden.

Bei Kunden ohne entsprechend hochaufgelöste registrierende Leistungsmessung wird der Verbrauch energiewirtschaftlich mithilfe standardisierter Lastprofile verteilt.

Diese Profile bilden typische Verbrauchsverläufe bestimmter Kundengruppen ab.

Fachlich geprüft von Achim Kohberger, Geschäftsführender Gesellschafter · Stand:

Was bedeutet RLM?

RLM steht für registrierende Leistungsmessung und bezeichnet die zeitlich aufgelöste Erfassung des tatsächlichen Energiebezugs beziehungsweise der Leistung eines Kunden.

Anders als bei einer rein profilbasierten Zuordnung stehen bei RLM-Kunden gemessene zeitliche Verbrauchswerte zur Verfügung.

Dadurch können individuelle Verbrauchsstrukturen wesentlich genauer analysiert und bei Prognose, Pricing und Beschaffung berücksichtigt werden.

Fachlich geprüft von Achim Kohberger, Geschäftsführender Gesellschafter · Stand:

Was ist der Unterschied zwischen SLP und RLM?

Bei SLP wird der zeitliche Verbrauch mithilfe standardisierter Profile abgebildet; bei RLM liegen zeitlich aufgelöste Messwerte des tatsächlichen Verbrauchs vor.

SLP eignet sich für Kundengruppen, bei denen keine entsprechende registrierende Leistungsmessung eingesetzt wird.

RLM bildet dagegen den individuellen Lastverlauf des Kunden ab.

Dieser Unterschied ist für Prognose, Beschaffung und Kalkulation von Energieangeboten relevant.

Fachlich geprüft von Achim Kohberger, Geschäftsführender Gesellschafter · Stand:

Was ist ein Standardlastprofil?

Ein Standardlastprofil ist ein standardisierter zeitlicher Verbrauchsverlauf, mit dem der Energieverbrauch bestimmter Kundengruppen modelliert wird.

Ein Jahresverbrauch allein sagt nicht aus, wann die Energie tatsächlich benötigt wird.

Standardlastprofile verteilen diese Menge anhand typischer Verbrauchsmuster auf kleinere Zeitintervalle.

Dadurch können entsprechende Kunden energiewirtschaftlich prognostiziert und bilanziert werden.

Fachlich geprüft von Achim Kohberger, Geschäftsführender Gesellschafter · Stand:

Was ist eine registrierende Leistungsmessung?

Bei der registrierenden Leistungsmessung werden Verbrauch beziehungsweise Leistung eines Kunden kontinuierlich in festgelegten Zeitintervallen erfasst.

Damit entsteht ein individueller Lastgang.

Dieser kann beispielsweise zeigen, wann Lastspitzen auftreten, wie stark sich Werktage und Wochenenden unterscheiden oder welche saisonalen Muster bestehen.

Die Daten sind deshalb für Lastganganalyse, Prognose und Angebotskalkulation wertvoll.

Fachlich geprüft von Achim Kohberger, Geschäftsführender Gesellschafter · Stand:

Welche Daten werden für die Kalkulation eines Energieangebots benötigt?

Für ein Strom- oder Gasangebot werden insbesondere erwartete Energiemenge, Lieferzeitraum, Verbrauchsstruktur beziehungsweise Lastgang sowie relevante Preis- und Kostenbestandteile benötigt.

Bei RLM-Kunden ermöglicht der individuelle Lastgang eine genauere Bewertung der Verbrauchsstruktur.

Bei anderen Kundengruppen können Standardlastprofile und Jahresverbrauchswerte verwendet werden.

Zusätzlich fließen je nach Produkt beispielsweise Beschaffungspreise, Risikoaufschläge, Netzentgelte, Umlagen, Steuern, Vertriebskosten und Marge in die Kalkulation ein.

Fachlich geprüft von Achim Kohberger, Geschäftsführender Gesellschafter · Stand:

Fahrplanmanagement & Nominierung

Was ist Fahrplanmanagement?

Fahrplanmanagement umfasst die Erstellung, Koordination, Meldung und Überwachung geplanter Energielieferungen zwischen Bilanzkreisen und Marktpartnern.

Handelsgeschäfte und Lieferungen müssen energiewirtschaftlich korrekt abgebildet werden.

Dazu werden relevante Handelspositionen und Lieferorte erfasst und die erforderlichen Fahrpläne fristgerecht versendet.

Zu unserem Bilanzkreismanagement gehören die Erfassung von Handelsdaten, die Koordination von Handelspositionen und Lieferorten sowie der Versand von Fahrplänen.

Mehr dazu: Bilanzkreismanagement

Fachlich geprüft von Achim Kohberger, Geschäftsführender Gesellschafter · Stand:

Was ist ein Energiefahrplan?

Ein Energiefahrplan beschreibt geplante Energiemengen, die in bestimmten Zeitintervallen zwischen Bilanzkreisen beziehungsweise Marktpartnern übertragen werden sollen.

Fahrpläne übertragen Handels- und Lieferbeziehungen in die operative Energiebilanzierung.

Sie müssen in den vorgesehenen Formaten und innerhalb der geltenden Fristen kommuniziert werden.

Damit stellen sie ein wichtiges Bindeglied zwischen Energiehandel und Bilanzkreismanagement dar.

Fachlich geprüft von Achim Kohberger, Geschäftsführender Gesellschafter · Stand:

Was bedeutet Nominierung in der Energiewirtschaft?

Nominierung bezeichnet die Meldung geplanter Energiemengen für einen bestimmten Lieferzeitraum an die jeweils beteiligten Marktpartner.

Insbesondere im Gasbereich sind Nominierungen ein zentraler Bestandteil der operativen Abwicklung.

Sie teilen dem jeweiligen Marktpartner mit, welche Mengen zu einem bestimmten Zeitpunkt beziehungsweise Zeitraum geplant sind.

Wir übernehmen unter anderem die Nominierung flexibler Bezugsverträge.

Mehr dazu: Bilanzkreismanagement

Fachlich geprüft von Achim Kohberger, Geschäftsführender Gesellschafter · Stand:

Welche Aufgaben umfasst das Fahrplanmanagement?

Zum Fahrplanmanagement gehören insbesondere Datenerfassung, Zuordnung von Handelspositionen, Fahrplanerstellung, fristgerechter Versand sowie Kontrolle und gegebenenfalls Korrektur.

Die konkreten Aufgaben hängen von Markt, Portfolio und Organisationsmodell ab.

Wesentlich ist, dass Handelsgeschäfte vollständig erfasst und den richtigen Bilanzkreisen und Lieferorten zugeordnet werden.

Zeitkritische Fristen machen verlässliche Prozesse und eine klare Verantwortungsverteilung erforderlich.

Fachlich geprüft von Achim Kohberger, Geschäftsführender Gesellschafter · Stand:

Was passiert bei Fahrplanabweichungen?

Abweichungen zwischen gemeldeten Fahrplänen und tatsächlichen beziehungsweise bilanzierten Mengen können zu Bilanzkreisabweichungen führen.

Werden Abweichungen rechtzeitig erkannt, können Positionen je nach Situation und Markt noch angepasst beziehungsweise kurzfristig ausgeglichen werden.

Nicht ausgeglichene Differenzen fließen letztlich in die Bilanzierung ein.

Deshalb sind Prognose, Fahrplanmanagement und kurzfristige Portfoliosteuerung eng miteinander verbunden.

Fachlich geprüft von Achim Kohberger, Geschäftsführender Gesellschafter · Stand:

REMIT

Was ist REMIT?

REMIT ist der europäische Rechtsrahmen für Integrität und Transparenz auf den Energiegroßhandelsmärkten und enthält unter anderem Regeln gegen Insiderhandel und Marktmanipulation sowie Transparenz- und Meldepflichten.

REMIT soll transparente und integre Energiegroßhandelsmärkte fördern.

Für Marktteilnehmer ergeben sich daraus je nach Tätigkeit unterschiedliche Pflichten, beispielsweise in Bezug auf Registrierung, Transaktionsdaten und Insiderinformationen.

Die regulatorischen Anforderungen wurden in den vergangenen Jahren weiterentwickelt und sollten deshalb stets anhand des aktuellen Rechtsstands geprüft werden.

Quelle: ACER

Fachlich geprüft von Achim Kohberger, Geschäftsführender Gesellschafter · Stand:

Für wen gilt REMIT?

REMIT betrifft Marktteilnehmer, die auf den von der Verordnung erfassten europäischen Energiegroßhandelsmärkten tätig sind.

Ob und welche konkreten Verpflichtungen bestehen, hängt von Tätigkeit, Marktrolle und den betroffenen Produkten ab.

ACER beschreibt Marktteilnehmer im Reporting-Kontext als Personen oder Unternehmen, die auf EU-Energiegroßhandelsmärkten handeln; dabei können auch bestimmte außerhalb der EU beziehungsweise des EWR ansässige Akteure erfasst sein.

Quelle: ACER

Fachlich geprüft von Achim Kohberger, Geschäftsführender Gesellschafter · Stand:

Welche Pflichten entstehen durch REMIT?

REMIT kann für Marktteilnehmer unter anderem Registrierungs-, Melde-, Veröffentlichungs- und Verhaltenspflichten auslösen.

Dazu gehören je nach Sachverhalt beispielsweise die Meldung relevanter Transaktions- und weiterer Daten sowie die ordnungsgemäße Veröffentlichung von Insiderinformationen.

Darüber hinaus enthält REMIT Verbote beziehungsweise Regeln zu Insiderhandel und Marktmanipulation.

Da sich die Reporting-Vorgaben 2026 verändert haben, sollte der konkrete Pflichtenumfang anhand der aktuellen Regelungen geprüft werden.

Quelle: ACER

Fachlich geprüft von Achim Kohberger, Geschäftsführender Gesellschafter · Stand:

Was sind Insiderinformationen nach REMIT?

Insiderinformationen sind Informationen, die die gesetzlichen Kriterien der REMIT-Definition erfüllen und deshalb besonderen Veröffentlichungs- und Verhaltensregeln unterliegen.

Nicht jede interne Information eines Energieunternehmens ist automatisch eine Insiderinformation.

Entscheidend sind die gesetzlichen Kriterien und der konkrete Sachverhalt. Unternehmen benötigen daher Prozesse, um potenziell relevante Informationen zu erkennen, zu bewerten, zu dokumentieren und erforderlichenfalls ordnungsgemäß zu veröffentlichen.

ACER veröffentlicht hierzu laufend Guidance und FAQs.

Quelle: ACER

Fachlich geprüft von Achim Kohberger, Geschäftsführender Gesellschafter · Stand:

Wann müssen Insiderinformationen veröffentlicht werden?

Insiderinformationen müssen nach den jeweils geltenden REMIT-Vorgaben ordnungsgemäß und rechtzeitig veröffentlicht werden; für die konkrete Bewertung sind Inhalt, Zeitpunkt und gesetzliche Voraussetzungen entscheidend.

Unternehmen sollten deshalb klare interne Melde- und Entscheidungswege definieren.

Die Veröffentlichung erfolgt heute über dafür vorgesehene Inside Information Platforms (IIPs). ACER beschreibt IIPs als Plattformen, über die Marktteilnehmer Informationen veröffentlichen, die sie als Insiderinformationen einstufen; der regulatorische Rahmen für diese Plattformen wurde 2026 weiterentwickelt.

Quelle: ACER

Fachlich geprüft von Achim Kohberger, Geschäftsführender Gesellschafter · Stand:

Welche Energiehandelsgeschäfte müssen unter REMIT gemeldet werden?

Welche Geschäfte und Daten meldepflichtig sind, richtet sich nach REMIT und den jeweils geltenden Durchführungs- und Reporting-Regeln; eine pauschale Aussage für alle Energiegeschäfte ist daher nicht ausreichend.

Der Meldeumfang hängt unter anderem vom jeweiligen Energiegroßhandelsprodukt und der Art des Geschäfts ab.

ACER stellt dafür Reporting Guidance, technische Vorgaben und ein Transaction Reporting User Manual bereit. Die Reporting-Regeln wurden 2026 weiterentwickelt, weshalb Unternehmen ältere Prozessbeschreibungen überprüfen sollten.

Quelle: ACER

Fachlich geprüft von Achim Kohberger, Geschäftsführender Gesellschafter · Stand:

Was ist ACER?

ACER ist die Agentur der Europäischen Union für die Zusammenarbeit der Energieregulierungsbehörden und übernimmt zentrale Aufgaben bei der Umsetzung und Überwachung von REMIT.

Im REMIT-Kontext sammelt ACER unter anderem relevante Daten und nutzt das ACER REMIT Information System (ARIS).

ACER veröffentlicht außerdem Guidance, FAQs, technische Spezifikationen und Informationen zu zugelassenen Reporting-Stellen.

Quelle: ACER

Fachlich geprüft von Achim Kohberger, Geschäftsführender Gesellschafter · Stand:

Was ist ein RRM?

Ein RRM (Registered Reporting Mechanism) ist eine von ACER autorisierte Stelle, die REMIT-Daten direkt an ACER melden darf.

RRMs können eigene Daten oder als Dienstleistung Daten anderer Marktteilnehmer übermitteln.

Dafür müssen sie die technischen und organisatorischen Anforderungen von ACER erfüllen und entsprechend autorisiert sein. ACER führt eine öffentliche Liste der zugelassenen RRMs.

Quelle: ACER

Fachlich geprüft von Achim Kohberger, Geschäftsführender Gesellschafter · Stand:

Wie können Unternehmen ihre REMIT-Prozesse organisieren?

REMIT-Prozesse sollten Verantwortlichkeiten, Datenquellen, Prüfungen, Meldewege, Veröffentlichungen und Dokumentation eindeutig festlegen.

Zunächst sollte geklärt werden, welche Pflichten das Unternehmen aufgrund seiner konkreten Marktaktivitäten hat.

Anschließend können automatisierte Datenflüsse, Plausibilitätsprüfungen, Reporting und Prozesse für potenzielle Insiderinformationen aufgebaut werden.

Für unsere Kunden übernehmen wir die Meldung von Handelsgeschäften, Qualitäts- und Plausibilitätsprüfungen sowie das Reporting. Zudem bieten wir eine Online-Lösung für Insiderinformationen an.

Fachlich geprüft von Achim Kohberger, Geschäftsführender Gesellschafter · Stand:

Dynamische Stromtarife

Was ist ein dynamischer Stromtarif?

Ein dynamischer Stromtarif ist ein Stromtarif, bei dem sich der Energiepreis zeitabhängig entsprechend einer vertraglich festgelegten Referenz – häufig kurzfristigen Marktpreisen – verändert.

Anders als bei einem konstanten Arbeitspreis können sich die energiewirtschaftlichen Preisbestandteile eines dynamischen Tarifs im Zeitverlauf ändern.

Dadurch können Kunden auf unterschiedliche Preisniveaus reagieren und Verbrauch gegebenenfalls in günstigere Zeiträume verschieben.

Fachlich geprüft von Achim Kohberger, Geschäftsführender Gesellschafter · Stand:

Wie funktioniert ein dynamischer Stromtarif?

Bei einem dynamischen Stromtarif werden zeitlich aufgelöste Verbrauchsdaten mit den für die jeweiligen Zeitintervalle geltenden Preisen verknüpft.

Dafür müssen sowohl entsprechende Messwerte als auch die relevanten Preisdaten verfügbar sein.

Aus Verbrauch und Preis kann anschließend für jedes Abrechnungsintervall der jeweilige Energiepreisanteil ermittelt werden.

Das stellt höhere Anforderungen an Datenverarbeitung, Kundeninformation und Abrechnung als ein klassischer Festpreistarif.

Fachlich geprüft von Achim Kohberger, Geschäftsführender Gesellschafter · Stand:

Wie entsteht der Preis eines dynamischen Stromtarifs?

Der Preis eines dynamischen Stromtarifs setzt sich typischerweise aus einem variablen marktbezogenen Energiepreis sowie weiteren vertraglich festgelegten Preisbestandteilen zusammen.

Der variable Teil kann beispielsweise an kurzfristige Börsenpreise gekoppelt sein.

Hinzu kommen je nach Tarifmodell weitere Preisbestandteile wie Vertriebskomponenten, Netzentgelte, Steuern, Abgaben und Umlagen.

Die genaue Preisformel ist deshalb vom jeweiligen Tarif abhängig.

Fachlich geprüft von Achim Kohberger, Geschäftsführender Gesellschafter · Stand:

Welche Rolle spielen Spotmarktpreise bei dynamischen Tarifen?

Spotmarktpreise können als variable Preisreferenz für dynamische Stromtarife dienen und übertragen kurzfristige Marktpreisschwankungen teilweise auf den Endkundentarif.

Dadurch kann der Energiepreis in Stunden mit hohem Stromangebot niedriger und in Knappheitssituationen höher ausfallen.

Kunden können davon insbesondere profitieren, wenn sie flexible Verbräuche zeitlich verlagern können. Gleichzeitig tragen sie einen größeren Teil des kurzfristigen Preisrisikos.

Fachlich geprüft von Achim Kohberger, Geschäftsführender Gesellschafter · Stand:

Welche Daten benötigen Energieversorger für dynamische Stromtarife?

Für dynamische Tarife werden insbesondere zeitlich aufgelöste Verbrauchsdaten, Preisdaten und abrechnungsrelevante Kunden- und Vertragsdaten benötigt.

Diese Daten müssen zusammengeführt, verarbeitet und für Kunden verständlich dargestellt werden.

Mit CITYdynamic bieten wir eine Kundenportallösung, die Messwerte verarbeitet, Verbrauch und Spotpreise darstellt, Kosten berechnet und Daten über Schnittstellen an nachgelagerte Abrechnungssysteme exportiert.

Mehr dazu: Unsere Tools (CITYgate)

Fachlich geprüft von Achim Kohberger, Geschäftsführender Gesellschafter · Stand:

Herkunftsnachweise & Grünstrom

Was ist ein Herkunftsnachweis?

Ein Herkunftsnachweis (HKN) dokumentiert die Herkunft einer bestimmten Menge erneuerbar erzeugten Stroms und dient insbesondere dem Nachweis gegenüber Verbrauchern.

Herkunftsnachweise schaffen eine nachvollziehbare Zuordnung der erneuerbaren Eigenschaft einer Strommenge.

Sie sind von der physischen Stromlieferung zu unterscheiden: Im Stromnetz lässt sich der physikalische Strom eines bestimmten Kraftwerks nicht individuell zu einem bestimmten Endkunden verfolgen.

Fachlich geprüft von Achim Kohberger, Geschäftsführender Gesellschafter · Stand:

Wie funktionieren Herkunftsnachweise für Strom?

Herkunftsnachweise werden für erneuerbar erzeugten Strom ausgestellt, übertragen und schließlich entwertet, um die entsprechende Strommenge gegenüber Verbrauchern auszuweisen.

Das Registersystem verhindert, dass dieselbe erneuerbare Eigenschaft mehrfach verwendet wird.

Für Energieversorger entstehen daraus Beschaffungs-, Verwaltungs- und Nachweisprozesse, die mit den jeweiligen Liefermengen abgestimmt werden müssen.

Fachlich geprüft von Achim Kohberger, Geschäftsführender Gesellschafter · Stand:

Was ist der Unterschied zwischen Herkunftsnachweis und Ökostrom?

Ein Herkunftsnachweis ist ein Nachweisinstrument; Ökostrom bezeichnet ein Stromprodukt beziehungsweise eine Stromkennzeichnung, deren erneuerbare Herkunft entsprechend nachgewiesen werden muss.

Der Herkunftsnachweis ist somit nicht selbst die physische Stromlieferung.

Er dokumentiert die erneuerbare Eigenschaft einer bestimmten Strommenge und ermöglicht deren Zuordnung im Rahmen der geltenden Nachweis- und Kennzeichnungssystematik.

Fachlich geprüft von Achim Kohberger, Geschäftsführender Gesellschafter · Stand:

Wie können Energieversorger Herkunftsnachweise beschaffen?

Energieversorger können Herkunftsnachweise entsprechend ihrem Bedarf beschaffen und müssen Beschaffungen, Bestände, Verpflichtungen und Entwertungen systematisch verwalten.

Dabei ist wichtig, welche Mengen für welche Lieferperioden beziehungsweise Produkte benötigt werden und welche Nachweise bereits vorhanden sind.

Mit CITYgreen bieten wir ein Controlling- und Portfoliomanagement-Werkzeug, das unter anderem Beschaffungen, Planmengen, offene Positionen und Registerauszüge für Herkunftsnachweise abbildet.

Mehr dazu: Unsere Tools (CITYgate)

Fachlich geprüft von Achim Kohberger, Geschäftsführender Gesellschafter · Stand:

Outsourcing für Stadtwerke und Energieversorger

Welche energiewirtschaftlichen Prozesse können Stadtwerke auslagern?

Stadtwerke können unter anderem Portfoliomanagement, Bilanzkreismanagement, Prognosen, Fahrplan- und Nominierungsmanagement, Marktkommunikation, REMIT-Prozesse und bestimmte Reporting- und Controllingaufgaben an spezialisierte Dienstleister auslagern.

Nicht jedes Stadtwerk muss sämtliche energiewirtschaftlichen Funktionen mit eigenen Mitarbeitern und eigenen Systemen abdecken.

Outsourcing kann insbesondere bei spezialisierten, zeitkritischen oder IT-intensiven Prozessen interessant sein. Gleichzeitig können strategische Entscheidungen und Kundenbeziehungen weiterhin beim Stadtwerk verbleiben.

Wir kombinieren Portfoliomanagement, Bilanzkreismanagement und Consulting und bieten zusätzlich unsere digitalen CITYgate-Werkzeuge an. Dabei sind wir unabhängig von anderen Energieversorgern und Konzernen.

Mehr dazu: Unternehmen

Fachlich geprüft von Achim Kohberger, Geschäftsführender Gesellschafter · Stand:

Wann lohnt sich das Outsourcing von Portfoliomanagement und Bilanzkreismanagement?

Outsourcing kann sinnvoll sein, wenn die Kosten und Risiken eigener Systeme, Spezialisten und 24/7-Prozesse höher sind als der Nutzen der vollständigen Eigenleistung oder wenn externe Expertise zusätzliche Qualität und Flexibilität schafft.

Die Entscheidung sollte nicht allein anhand der Dienstleistergebühr getroffen werden.

Relevant sind unter anderem interne Personalkosten, Vertretungsregelungen, IT-Systeme, Schnittstellen, Marktkommunikation, Rufbereitschaft, regulatorische Anforderungen und die Kosten potenzieller Prozess- oder Prognosefehler.

Daneben spielt die strategische Frage eine Rolle: Welche Kompetenzen möchte ein Stadtwerk bewusst selbst behalten und welche Prozesse können effizienter extern erbracht werden?

Ein hybrides Modell ist ebenfalls möglich – beispielsweise strategisches Portfoliomanagement im Unternehmen bei externer operativer Unterstützung.

Fachlich geprüft von Achim Kohberger, Geschäftsführender Gesellschafter · Stand:

Wie findet man einen Dienstleister für Portfoliomanagement und Bilanzkreismanagement?

Bei der Auswahl sollten Stadtwerke neben dem Preis insbesondere Erfahrung, Unabhängigkeit, Leistungsumfang, Marktprozesse, IT-Systeme, Schnittstellen, Reporting, Erreichbarkeit und Verantwortlichkeiten vergleichen.

Zunächst sollte definiert werden, welche Aufgaben tatsächlich ausgelagert werden sollen: nur operative Bilanzkreisprozesse, Prognosen, Portfoliomanagement oder eine umfassendere Lösung?

Danach sollten Anbieter anhand eines einheitlichen Anforderungskatalogs verglichen werden. Besonders relevant sind Erfahrungen mit vergleichbaren Portfolios, vorhandene Systeme und Schnittstellen, Vertretungs- und 24/7-Konzepte, Transparenz des Reportings und klare Service-Level.

Auch die Unabhängigkeit des Dienstleisters kann ein Auswahlkriterium sein, wenn Beschaffung und Portfoliooptimierung ohne Bindung an einen bestimmten Energielieferanten erfolgen sollen.

Wir bei PortfolioWerkStadt sind vollständig unabhängig und verbinden in unserem „Triopt“-Ansatz Portfoliomanagement, Bilanzkreismanagement und Consulting. Wir betreuen Strom- und Gasportfolios und stellen dafür auch eigene digitale Werkzeuge bereit.

Mehr dazu: Unternehmen

Fachlich geprüft von Achim Kohberger, Geschäftsführender Gesellschafter · Stand: